Mehr Angebote für dringende Bedürfnisse

Veröffentlicht am 18.02.2016 in Aktuell
 

Foto: Vladi Nowakowski, Trierischer Volksfreund

Gerolstein. Ein Stadtbummel kann ungemütlich werden, wenn die Blase drückt und kein stilles Örtchen in Sicht ist. Die Kommunen kennen das Problem - und wollen Abhilfe schaffen. Das Projekt "Nette Toilette" verpflichtet die Gastronomen, auch jenen Passanten ihre Toiletten kostenlos zur Verfügung zu stellen, die nichts verzehren. Als Anreiz zur Teilnahme winkt den Gastronomen Geld von der Stadt. Der TV hat sich umgehört, wie das Projekt bislang angenommen wird.

Die Idee, das stille Örtchen in Cafés und Gaststätten als Ergänzung oder gar Ersatz für städtische Toiletten zu bewerben, stammt aus Aalen in Baden-Württemberg und wird nun in auch in Gerolstein umgesetzt.
 Die Teilnahme am Projekt "Nette Toilette" hatten Stadtrat und Bauausschuss in Gerolstein auf Antrag der SPD-Fraktion im vergangenen Mai beschlossen. Seit November werden Besucher der Stadt mit Aufklebern an den Türen dreier Gastronomiebetriebe darauf hingewiesen, dass sich hier öffentlich zugängliche WCs befinden. Das kostet die Stadt zunächst einmalig 975 Euro für den Erwerb einer Lizenz.

 Im Gegenzug darf die Gemeinde das Logo der "Netten Toilette" für Aufkleber, Stadtpläne und Flyer verwenden, auch in einer App sind die WCs zu finden. "Diese Summe teilen sich die Stadt und der Gewerbeverein", sagt Hans Peter Böffgen vom Vorstand des GeroTeams. "Zusätzlich entstehen weitere Kosten für die Bereitstellung der Toiletten von 25 Euro je Monat - diese Pauschale erhalten die beteiligten Gastronomen für die Reinigung." Dies seien 800 Euro jährlich, bestätigt Evi Linnerth, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion des Stadtrats. Auch diese Summe teilen sich Stadt und Gewerbeverein. "Das Café Hahnenbrink und die Pizzeria Costa Verde stellen ihre Toiletten jeweils das gesamte Jahr über zur Verfügung.

Fadil Qiku, der Betreiber der Eisdiele am Rondellplatz bezieht die Pauschale für acht Monate, von November bis Februar bleibt der Betrieb geschlossen", sagt Linnerth. Damit seien im oberen, mittleren und unteren Bereich der Hauptsstraße drei "Nette Toiletten" vorhanden, "und das begrüßen wir sehr, doch es könnten mehr sein", meint Evi Linnerth. Zu einer Stadt wie Gerolstein, die auch vom Tourismus lebe, passe solch ein Angebot hervorragend, sagt sie. Dieser Meinung ist auch Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz: "Eine von der Stadt erbaute öffentliche Anlage würde ungleich mehr kosten, je nach Bauart und Standort vermutlich 50 000 bis zu 100 000 Euro", sagt Bongartz. "Wir sind immer auf der Suche nach Alternativen, um solch große Ausgaben zu umgehen." Es seien auch bereits weitere Gewerbetreibende angesprochen worden, berichtet der Bürgermeister. "Doch es gab noch keine Zusagen - wir suchen weiter."

 Gerolstein bietet Besuchern zwei öffentliche WCs. Im Bahnhofsgebäude und im Rathaus besteht die Möglichkeit, gebührenfrei eine Toilette zu benutzen, doch außerhalb der Öffnungszeiten bleiben die Anlagen zu. "Aber auch bei McDonalds in der Brunnenstraße und den Supermärkten Edeka und Hit in der Sarresdorfer Straße wird niemand abgewiesen, der auf die Toilette muss", sagt Hans Peter Böffgen. Unabhängig von einer weiteren Suche nach "Netten Toiletten" sei das Angebot in Gerolstein bereits zufriedenstellend.

Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/gerolstein/aktuell/Heute-in-der-Gerolsteiner-Zeitung-Mehr-Angebote-fuer-dringende-Beduerfnisse;art8068,4438348

 

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